Kalter Entzug.

30 Apr

Wie gestern schon berichtet, hat sich mein Handy ja  verabschiedet. Jetzt bin ich gestern früh dagestanden mit (fast) keiner Alternative. So hat das dann ausgeschaut, mein Morgen ohne Smartphone.

  • Aufgeweckt hat mich nicht die Handy-Aufweck-App mit zarten und im Ton sanft ansteigenden Vogelgezwitscher, sondern das Tuschen der Mistkübler vor dem Haus…
  • Im Badezimmer nix mit Webradio über die TuneIn-App. Sondern? Na, nix halt! Den Ventilator hab ich eingeschalten.
  • Weil ich einen Termin im 12. hatte, wollte ich mit dem car2go hinfahren, ging aber nicht, weil ohne Handy keine car2go-App, die mir sagt wo der nächste car2go Smart parkt.
  • Also doch wieder zum „Zombie-Bus“ gelatscht, diesmal aber ohne vorher auf der Quando-App nachzuschauen in wievielen Minuten der nächste Bus kommt.
  • Auf der Haltestelle hab ich offensichtlich ohne Handy so einen beschäftigungslosen Eindruck hinterlassen, dass mir eine bis dato unbekannte Dame gleich erzählt hat, dass sie jetzt Schwimm-Retterin im See in Laxenburg is und sie müsse aber die Bücher noch ein paar Mal lesen, die Rettungsbücher. (?!?) Und der „Oide daham, mit seiner lauten Musik“, der ginge ihr auch „schwer am Oasch“. Und überhaupt sei sie viel besser am Land drauf. ?!?! Gut. Also werma zukünftig eher nicht in Laxenburg schwimmen gehen…
  • Ich hätte mich ja unhöflicherweise gerne aus dem Gespräch verabschiedet, indem ich mir die Kopfhörer aufsetz und via Audible-App Hörbücher höre, oder mit MyJuke ein bisserl zum Nik P. mitsinge. Geht halt nur nicht, wenn am anderen Ende der Kopfhörer kein Handy ist…
  • Meine Busfahrt ist ja immer recht kurz, aber so ein kurzer Blog-Beitrag geht sich da schon manchmal aus. So ganz ohne WordPress-App allerdings auch nicht…
  • Facebooken war dann klarerweise ohne Handy auch eher schwierig. Wobei in dem Bus, würd das sicher auch niemand seltsam finden wenn ich dem Busfahrer eine Freundschaftsanfrage aufs Hirn pick oder mit erhobenen Daumen bis nach Hietzing reise und alle Leut „like“ die aus- und einsteigen…. Im 51a wundert keinen mehr was.
  • Um 7.15 Uhr war ich im Büro. Und hab mein Telefon schon sehr vermisst. Dabei wollte ich bis dahin noch nicht mal telefonieren …

Die Rettung lag dann im Büro Ladl. Ein Handy!! Mit Ladegerät!! Nokia irgendwas. Angesteckt, aufgeladen und es funkt !!

Morgen bin ich auch bereit. Da geb ich mein super duper  kaputtes „Smartphone“ (depperter Begriff aber auch) weg zur Reparatur. Ich bin bereit und geh auf kalten Entzug. Egal wie lag das auch dauert. Denn wie meine Zombie-Bus Mitfahrer, hab ich jetzt auch mein „Substi“: ein Nokia 6230. Ein bisserl verwirrt war es noch nach seinem langen Büroschlaf, aber das ist eine andere Geschichte. Die erzähl ich euch morgen..

3 Antworten to “Kalter Entzug.”

  1. Pe Juli 18, 2013 um 7:37 am #

    Super Blog! Es ist eine Freude, deine Zeilen zu lesen. Wie hab ich ihn gefunden? Via Kamakura…. Alles Gute und weiter so!

    • 100tageohneklumpert Juli 19, 2013 um 6:41 am #

      jö das freut mich wirklich sehr ! vielen Dank !!!!
      vielleicht sehn wir uns ja bei der nä Kama Party 🙂
      schönen Tag noch!
      Susanne

  2. Schwimmteich November 25, 2017 um 7:47 pm #

    😀 😀 😀

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