Warum ich heute voll auf Destruction stehe…

17 Jul

Gestern bin ich mit Beatrice Egli in die Arbeit geradelt. Also ich hab getreten, sie hat gesungen. Von brennenden Herzen, dem Wahnsinn, der Hölle und der Sehnsucht. Quasi alles was man braucht um sich für den Tag einzugrooven.

Heute bin ich wieder Zombie Bus gefahren und hab das Lied „Destruction“ gehört, von den Spittin Teeth. (Passt auch irgendwie besser zu den Gästen die immer in der letzten Reihe sitzen…)

„Destruction“ war DIE Welt-Nummer im „Kamakura“.  Und das Kamakura war DIE Disco der 90er Jahre. Im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf, für mich als Grenzlandsteirer mehr oder weniger einfach zu erreichen. Die Vespa hab ich hinterm Freilichtmuseum, dass gleich daneben war, geparkt. Dort hab ich dann den Skioverall (weil Winter und Witterung war nie ein Hindernis mit der Vespa ins Kama zu fahren) gegen das Disco Outfit getauscht. Vorbei am Türsteher und die Stufen runter, wo alle immer gesessen sind wie auf der Hühnerleiter. Aber viel cooler halt. Eh klar.

kamakura

(Foto hab ich mir von Christian M. Heil aus der Kamakura Facebook Gruppe ausgeborgt, danke an dieser Stelle! Halleluja da waren die Kennzeichen noch schwarz! Ich bin steinalt !!)

Das Kama war  noch eine richtige Disco. Nämlich als die Disco auch noch Disco geheißen hat und nicht deppat „Club“. Der einzige Club den es damals gegeben hat, war der Seniorenclub auf FS2.

Da gab es ein paar so Weltscheiben im Kama, die immer gespielt wurden. Keine Ahnung welche Musikrichtung das war. Punkrock? Underground? Später habens Grunge dazu gesagt. „Faith Healer“ von den Bollock Brothers oder „Where is my mind“ von den Pixies und dann gab es immer diese eine Lied. Ich hab nie gewusst von wem es war und wie es geheißen hat. (DJ fragen wär voll uncool gewesen).

Da les ich letzte Woche beim Wellnesstag in der Therme die Zeitschrift News. Und da steht es plötzlich schwarz auf weiß mein Kamakura-Oberhit:  „Destruction“ von den Spittin Teeth. Der Stv. Chefredakteur vom News, auch bekannt als der Aufdecker der Nation, Kurt Kuch hat den Artikel geschrieben. Offensichtlich auch ein Kamakura-Absolvent.

Unbekannterweise sei Ihnen Herr Kuch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt, sie haben für mich etwas grandioses aufgedeckt, nämlich den HIT meiner Jugend.

Inzwischen steht auf dem Gelände wo früher das Kamakura war  ein großer Spar. Und die Burgenland Therme und die Kuranstalt. Insofern bin ich zuversichtlich dass wir „alten“ Kamakura Fans uns dort früher oder später wieder sehen. Auf Kur oder Reha… Vielleicht stimmt ja dann im Speisesaal der Kuranstalt irgendwer „Destruction“ an. Ich sing auf jeden Fall mit!

Wer jetzt neugierig geworden ist, hier gibt es die Mucke zum Nachhören:

„Destruction“:

http://www.megawimp.com/mp3/ST_destruction.mp3 (laden dauert lange, zahlt sich aber aus!) oder

http://www.youtube.com/watch?v=JTpnteKMDGU (Video der Band, wo das Lied im Hintergrund gespielt wird.)

Für alle die doch lieber die sympathische Schweizerin hören wollen …

http://www.youtube.com/watch?v=YJ1_SF1loEU

7 Antworten to “Warum ich heute voll auf Destruction stehe…”

  1. Michael Juli 17, 2013 um 10:56 am #

    Wöld! 😉

  2. Angel Juli 17, 2013 um 12:24 pm #

    Du hast es verdient das wir dich reingelassen haben nach der Story mit dem Ski Overall.

    Gruß von einem der am obersten Ende der Hühnerleiter gesessen ist und am rechten Ohr ertaubt ist ( und sich auch noch bei Ewald Martin Ringo Grafi KlUs Kurtl und wie sie alle geheißen haben über die Jahre bedankt)

    Ps was stand denn am Tisch von den Kassierern Wodka, Fernet, Tequila Pur
    mit Guarana, Hootch oder Cappi?
    Wenn ich das wüsste könnt ich den Zeitraum deiner Besuche eingrenzen

    Verdammt eine Spiegel Pizza wäre jetzt was feines und danach ein Fernet mit Soda….

    • Mat Juli 17, 2013 um 4:43 pm #

      Nun vielleicht weißt du es ja schon, aber du kannst die Nummer auch auf ITunes kaufen, in guter Qualität um die üblichen EUR 0,99! Bin zwar kein Fan davon, aber da ich die Platte nie bekommen habe, waren es mir die 99 Cent doch wert. Gute Musik und so eine Undergroundband sollte man unterstützen. Immerhin hab ich sie 20 Jahre gratis gehört. By the Way, nicht nur gute Discotheken sind mittlerweile selten, auch gute DJs. Und nicht vergessen…..Spittin‘ Teeth einfach in ITunes eingeben….und du findest….“Destruction“. Ist eine Schande, ich treffe selbst nach 20 Jahren immer wieder Leute…die diese Nummer kennen, aber keine Ahnung haben, wer der Interpret ist. Es ist eben nicht „The Siren“ wie sie oft auf vielen selbstgebrannten Kamakura Samplern zu finden ist. Sondern wie du nun Dank Kurt weißt, heißt die Band Spittin‘ Teeth und „The Siren“ heißt die Compilation…ebenfalls um ganze 3,99 auf ITunes. Wow aus dem Jahre 1980…wir sind wohl wirklich alt.

      Achja, und ich hab damals einfach den DJ gefragt…ich glaub es war der Schuster…und er hat mir einfach die Platte gezeigt! Mach ich übrigens heute auch noch so….hat den Vorteil, dass man Nummern nicht 20 Jahre suchen muss 😉

      Ach und sollte jemand die Platte verkaufen wollen, immer her damit…ein paar sind ja im Umlauf.

      Man sieht sich auf Reha…aber erst in 20 Jahren

      All the Best -Mat-

      • 100tageohneklumpert Juli 17, 2013 um 9:04 pm #

        Hi Mat,
        super danke für die Infos – seit ich keinen Apfel mehr hab zum Telefonieren, bin ich auch nicht mehr so der iTunes Fan, sondern hab mir bisher alles als Amazon Download gekauft. Oder seit kurzem mit dem MyJuke Abo – hat den Vorteil das man die Favoriten auch offline hören kann. Wobei ich ja gestehen muss das ich meistens eh nur Radio Burgenland höre 🙂
        Bis zur Reha dann 🙂

    • 100tageohneklumpert Juli 17, 2013 um 8:55 pm #

      Ja, danke für den Einlass. Meine Mama im Nachthemd und auf der Suche nach mir hättest allerdings ruhig aufhalten können 🙂

      Ich glaub zu meiner Zeit war Fernet am Tisch. Die Tequila Partys waren später. Guarana sowieso. Hootch – is das nicht ein Alkopop? Wobei das könnte auch sein. Cappi definitiv nicht. Und was wars?
      Also ich war von 90-95 dort ca. schätze ich.

    • Angel Juli 18, 2013 um 4:03 am #

      Nachthemd zwischen 90 und 95 ging wahrscheinlich als übrig gebliebener Grufti (heute Gothig) durch 🙂
      Ich mein es war schon ein sehr gut durchgemischter Haufen von Leuten die wir als Gäste begrüßen durften.
      Mutter im Nachthemd ist trotzdem Cool muss mal Pauli fragen ob ihm eine aufgefallen ist…

Trackbacks/Pingbacks

  1. Killing in the name | 365 Tage ohne Klumpert - Oktober 27, 2013

    […] ich – schon einen leichten Demenz Einschlag hat, bitte hier gerne nachlesen. Liest du  hier: Destruction  oder Kamasutra  oder […]

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