Warum ich heute voll auf Destruction stehe…

Gestern bin ich mit Beatrice Egli in die Arbeit geradelt. Also ich hab getreten, sie hat gesungen. Von brennenden Herzen, dem Wahnsinn, der Hölle und der Sehnsucht. Quasi alles was man braucht um sich für den Tag einzugrooven.

Heute bin ich wieder Zombie Bus gefahren und hab das Lied „Destruction“ gehört, von den Spittin Teeth. (Passt auch irgendwie besser zu den Gästen die immer in der letzten Reihe sitzen…)

„Destruction“ war DIE Welt-Nummer im „Kamakura“.  Und das Kamakura war DIE Disco der 90er Jahre. Im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf, für mich als Grenzlandsteirer mehr oder weniger einfach zu erreichen. Die Vespa hab ich hinterm Freilichtmuseum, dass gleich daneben war, geparkt. Dort hab ich dann den Skioverall (weil Winter und Witterung war nie ein Hindernis mit der Vespa ins Kama zu fahren) gegen das Disco Outfit getauscht. Vorbei am Türsteher und die Stufen runter, wo alle immer gesessen sind wie auf der Hühnerleiter. Aber viel cooler halt. Eh klar.

kamakura

(Foto hab ich mir von Christian M. Heil aus der Kamakura Facebook Gruppe ausgeborgt, danke an dieser Stelle! Halleluja da waren die Kennzeichen noch schwarz! Ich bin steinalt !!)

Das Kama war  noch eine richtige Disco. Nämlich als die Disco auch noch Disco geheißen hat und nicht deppat „Club“. Der einzige Club den es damals gegeben hat, war der Seniorenclub auf FS2.

Da gab es ein paar so Weltscheiben im Kama, die immer gespielt wurden. Keine Ahnung welche Musikrichtung das war. Punkrock? Underground? Später habens Grunge dazu gesagt. „Faith Healer“ von den Bollock Brothers oder „Where is my mind“ von den Pixies und dann gab es immer diese eine Lied. Ich hab nie gewusst von wem es war und wie es geheißen hat. (DJ fragen wär voll uncool gewesen).

Da les ich letzte Woche beim Wellnesstag in der Therme die Zeitschrift News. Und da steht es plötzlich schwarz auf weiß mein Kamakura-Oberhit:  „Destruction“ von den Spittin Teeth. Der Stv. Chefredakteur vom News, auch bekannt als der Aufdecker der Nation, Kurt Kuch hat den Artikel geschrieben. Offensichtlich auch ein Kamakura-Absolvent.

Unbekannterweise sei Ihnen Herr Kuch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt, sie haben für mich etwas grandioses aufgedeckt, nämlich den HIT meiner Jugend.

Inzwischen steht auf dem Gelände wo früher das Kamakura war  ein großer Spar. Und die Burgenland Therme und die Kuranstalt. Insofern bin ich zuversichtlich dass wir „alten“ Kamakura Fans uns dort früher oder später wieder sehen. Auf Kur oder Reha… Vielleicht stimmt ja dann im Speisesaal der Kuranstalt irgendwer „Destruction“ an. Ich sing auf jeden Fall mit!

Wer jetzt neugierig geworden ist, hier gibt es die Mucke zum Nachhören:

„Destruction“:

http://www.megawimp.com/mp3/ST_destruction.mp3 (laden dauert lange, zahlt sich aber aus!) oder

http://www.youtube.com/watch?v=JTpnteKMDGU (Video der Band, wo das Lied im Hintergrund gespielt wird.)

Für alle die doch lieber die sympathische Schweizerin hören wollen …

http://www.youtube.com/watch?v=YJ1_SF1loEU