warum ich seit 20 Jahren auf den Aprilscherz warte..

1 Apr

Endlich! Knie und Augen sind wieder ausreichend einsatzfähig um die Fahrradsaison zu eröffnen. Oiso hab ich heute gleich die erste Ausfahrt ins Büro gemacht. Wie ich da so runter rolle und mit der Beatrice Egli gemeinsam von brennenden Herzen und dem Wahnsinn der Sehnsucht singe, (man muss die Fahrradsaison so beginnen, wie man sie aufgehört hat! Altes Fahrradgesetz!)  da fällt mir ein, das heute der 1. April ist. Jetzt überleg ich die ganze Zeit hin und her wie und wen ich jemanden in den April schicken könnte. Ich weiß eh, „April, April“ ist ungefähr so lustig wie „Villacher Fasching“ und „Mainz und wie es singt und lacht“ gemeinsam. Nämlich: gar nicht!!

Auch wenn völlig unverständlicherweise die Einschaltquoten im Fernsehen jetzt gegen mich sprechen. Bitte man stelle sich vor, der Villacher Fasching  ist nämlich die Sendung mit den höchsten Einschaltquoten des Landes !!! Und das is jetzt kein April Scherz! Lei, lei!

Auf jeden Fall haben sie mich mal dawischt am 1. April. Aber voll noch dazu. Also das war so: ich hatte meinen ersten Job in Wien. Direkt vom Land quasi in die Stadt. Wennst von einem kleinen steirischen Dorf in die Großstadt kommst, musst dich brauchtumstechnisch auch erst mal akklimatisieren. Zum Beispiel, dass man sich in Wien am Fasching Dienstag zur Arbeit nicht zwangsläufig verkleidet, das hab ich schnell gemerkt. Nämlich als ich die einzige lächerlich verkleidete Person unter ca. 200 Kollegen in der Betriebskantine war.  In einem lustigen Pippi-Langstrumpf Kostüm. Aber mei, wenn man schon in der Kreditorenbuchhaltung arbeitet, darf man wenigstens einmal im Jahr lustig sein, oder??

Das gleiche haben sich dann meine Buchhaltungs-Kollegen wohl am 1. April gedacht. Das sie auch einmal lustig sein wollen. Also haben sie mich, die blutjunge Anfängerin, in die unternehmenseigene Werkstatt geschickt, um ein Oxtradium zu holen. Was das genau sein soll, hab ich zwar nicht verstanden, aber es hat einiges in der Kreditorenbuchhaltung gegeben, was ich nicht unbedingt verstanden hab…

Also bin ich vorschriftsgemäß in die Werkstatt gefahren und hab das Ding geordert. Die Mitarbeiter in der Werkstatt haben mich gebeten, nochmal zu wiederholen, was ich genau benötigen würde. Ich: „ein Oxtradium“. Ich soll das nochmal langsam wiederholen bitte. „O x t r a d i u m, is das so schwer zu verstehen?!“ Ich wunder mich noch warum die Wiener mich so schlecht verstehen, als die Mitarbeiter der Werkstatt schon fast am Boden liegen vor Lachen. Ochs tra di um!

Seit diesem Ereignis (es war der 1. April 1994)  lieg ich es jedes Jahr auf der Lauer und überlege wie ich mich rächen könnte. An den Wienern. Irgendwann krieg ich euch schon noch!

Einen schönen 1. April wünsch ich euch !

PS: Falls wer zweckdienliche Hinweise hat –> bitte gerne sagen!!

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