Wos is aus mir geworden???

25 Aug

„I wollt immer a Schauspielerin werden und wos is aus mir worn? A guade Hausfrau, a guade  Ehefrau, a guade Mutter – und Gartenbesitzern.“ Schön hat sie das gesagt, die Frau Hilde, vorgestern bei der Wiederholung der  „Alltagsgeschichten“ aus 1992 von Elisabeth T. Spira auf FS2. Titel der Sendung: „Der Schrebergarten. Das kleine Glück.“.

Schrebergarten

Wenn das kein Zeichen ist am Beginn dieser aufregenden Woche wo  am Samstag die große Schrebergartengala im Rathaus auf mich wartet…. Najo, andererseits seh ich täglich irgendwo Zeichen…. (Ich red jetzt nicht vom Lurch im Vorzimmer, das is eher ein Zeichen, dass nicht alle Punkte des Frau-Hilde-Zitates auf mich zutreffen. Die „guade Hausfrau“ zum Beispiel.)

Bin wieder am Weg ins Büro. Diesmal ohne öffentliche Auf- und Ausfälligkeiten. Da fällt mir die Frau Elfie aus der oben genannten Sendung ein. „Heit wulln´s olle ins Büro. Nur ins Büroooo“ (dabei schaut sie ein bisserl so, wie ich schau, wenn ich auf eine Nacktschnecke steig) „Und kana wüll mehr wos wirklich orbeiten“, so die Frau Elfie weiter. Später erzählt dann der Herr Franz, Mitte 50, dass er sich nur einmal im halben Jahr den Stempel vom AMS holen muss. „Net wie die Trotteln die jedes Monat hin müssen.“ Er habe das viel gscheiter gemacht.  Aha. Soviel zur Theorie von der Frau Elfie…

Das wichtigste im Schrebergarten is die Ordnung. Jeder Schrebergarten hat seinen Verein. Sprich: Obmann, Schriftführer… die ganze Kavallerie. Die Statuten sind sowas wie die 10 Gebote. An erster Stelle steht: „du sollst die Ruhezeiten einhalten“! Da muss dann schon manchmal ein Obmann helfend eingreifen, wenn da was ein bissi unklar ist, hinsichtlich der Ruhezeiten. „Die Hund, die belln a manchmal um die Zeit! Die wissen dann a net dass Mittagspause ist! Das muas i dann auch abstellen“, so ein Obmann in der Sendung vom kleinen Glück.  Da wäre ich jetzt direkt neugierig wie er das macht, der Gartenvereinshundeflüsterobmann.

Einmal im Jahr gibt es eine sogenannte „Begehung“. Da wird von amtlicher Stelle geschaut, dass alles passt und jeder Garten seine Ordnung hat. Ob man Obstbäume hat (soll so sein), die Hecken nicht zu hoch sind (soll nicht so sein) und auch sonst keine unerlaubten Züchtungen wuchern. Das wird dann auch schon mal ernst. „I bitt Sie, lossens die Bam o-schneiden. I nimm ma sonst das Leben“, hat eine ganz liebe alte Omi in der Sendung den „Begutachter“ bei der Begehung gebeten. „I steh sunst morgen in der Kronen Zeitung, wegen die Bam, i schwörs ina!“

Hoffentlich steh ich am Sonntag auch in der Kronen Zeitung. Net wegen die Bam oder unerlaubten Züchtungen, keine Sorge. Sondern falls ich am Samstag unter den Preisträgern bin. Da gibt es nämlich dann einen Artikel in der Kronen Zeitung.  Also bitte Daumen halten!!

So. Ich muss jetzt aussteigen aus der BIM und ins Büroooooo.

PS: Namen oben sind geändert.

PPS: Die Frauen Frage: „Was soll ich anziehen bei der Gala?!??!“

Eine Antwort to “Wos is aus mir geworden???”

  1. Francisca Fischerlehner August 25, 2015 um 12:44 pm #

    Für die Gala habe ich einen Vorschlag und möchte da Vivienne Westwood zitieren: „Würde jede Frau ein Drindl tragen, gäbe es keines Hässlichkeit mehr“. Das löst auch Dein Problem mit den Hugos/Aperols die in letzter Zeit zu viel waren. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: