Sinnkrise in meiner Social Media Pubertät…

25 Jan

Wo ich seit Wochen versuche dieses Instagram zu verstehen, wo ich verzweifelt am Ball bleiben will, mit diesen neuen Medien Dingens.

Wo ich offen sein will für neue Kanäle und nicht, wie meine Oma damals, als sie den ersten fernbedienten Fernseher ins Haus gestellt bekommen hat. Ich wollte ihr die praktischen Vorteile des „Sleep Timers“ auf so einer Fernbedienung näher bringen. Sie hat mir diese förmlich aus der Hand gerissen, ist damit in ihr Schlafzimmer gelaufen und hat die Fernbedienung ins Nachtkastl eingesperrt. Damit ich nix verstellen kann! Und damit man nicht nochmal den einzigen Fernsehtechnisch kundigen Mann des Dorfes zu Rate ziehen muss!
Da lag sie dann die Fernbedienung jahrelang in Gefangenschaft des Nachtkastls, zwischen H.G. Konsalik Büchern und Arztromanen, in denen es am Anfang immer recht schicksalshaft zuging, am Ende aber immer alles gut ausging.

Soooo unähnlich ist das Oma Dilemma von damals meinem heutigen auch wieder nicht. Brauch ich diese ganze Kanäle überhaupt? Instagram? Twitter? Facebook Business Page?

Und während ich mir diese Sinn Fragen stelle, lasse ich mir, von ständig jünger werdenden Auskennern, das alles erklären. Demnächst kann ich meine Fragen („wozu jetzt nochmal schnell Instastory??“) beim Abholen im Kindergarten stellen und bekomme Antwort von 6jährigen. Oder vielleicht heißen Kindergartengruppen bald nicht mehr „Schneckengruppe“ oder „Drachengruppe“ sondern „#Fairchildglutenfreeteam“ oder „#Chareerstartupwestwien„. Dann stelle ich mir vor, wie sie ganze viele extra Linien ins Mitteilungsheft hindrucken müssen, damit Eltern und Lehrkörper genug Platz für den Austausch von communitybildenden Häschtägs haben.

Mitten in meine Social Media Pubertät, wo die Zurechtfindung noch mit zahlreichen Sinnkrisen einhergeht, ist mir jetzt dieser geniale Artikel von Michael Buchinger untergekommen:

https://www.vice.com/de/article/ich-habe-eine-woche-lang-wie-ein-instagrammer-gelebt

Absolute Leseempfehlung !

Fazit: wie in so vielen Dingen, hatte die Oma vielleicht gar nicht so unrecht damit, die Medienkanal-Vielfalt einzusperren und sich nur auf wenig ausgewähltes zu fokussieren.

Weil am Ende, war dort immer alles gut!

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