Essen verboten!

9 Nov

Jeden Tag wenn ich vom Büro heimgehe, komm ich beim Maroni Broda (muss man so Gangsta Rap mässig wie „Brotha“ aussprechen) vorbei.

Die köstlichste Ware bietet der feil.
Neben der Standard Maroni Woar, gibt es auch Kartoffel Spalten und Puffer,
deren modernere Version: die Wedges,
den Hipster Spin-off: Süsskartoffel Wedges.

Für die Herrschaften (wie gendert man das wieder??) mit den nicht so kräftigen Beisserchen: der Kartoffel Puffer. Kann man einspeicheln und breiig zermalmen.
Für die, die zwar noch gute Zähne, aber keinen unmittelbaren Partner haben, gibt es auch was: Langos mit Knoblauch.

Jeden Tag hab ich Gusto, wenn ich vorbeigehe. Und jeden Tag kauf ich nix, weil unmittelbar hinter dem Broda das Essverbot in der U-Bahn auf mich lauert.

Heute hab ich mir mal nix gschissn und ganz verwegen 8 Maroni gekauft. Die hab ich nun in meiner Manteltasche stecken.
Mit der einen Hand halte ich jetzt (so wie alle anderen in der U-Bahn) mein Handy. Als Alibi. Und mit der anderen Hand versuche ich einhändig in meiner Manteltasche drinnen die Maroni aus der Hülle zu wuzzeln.
Wenn es zum finalen Zubiss kommt, halte ich schützend das Handy direkt vor den Mund. Dann sieht niemand die Kaubewegungen.

Voller Freude über diese verwegene Methode schaue ich stolz um mich und merke: es interessiert eh niemanden.

Ich könnte mit dem Schnitzlteller da sitzen und die Panier abkiefln, es würde niemanden auffallen, weil ausnahmslos jeder in sein eigenes Handy schaut.

PS: Morgen nehm ich die Süsskartoffeln…

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