Was abenteuerliches wagen?

Wie wir heute im Transferbus zum geführten Bootsausflug fahren, merke ich an, ob wir nicht vielleicht auch mal etwas abenteuerlicheres wagen sollten. So mit Moped und Rucksack wild durchs Land.
Nach der ersten Klopause bei einer Tankstelle, habe ich die Idee wieder verworfen. So schlecht sind deutsche Standards vor allem im Hygiene Bereich nun doch wieder nicht…

Am Hafen wurden wir dann alle auf unser Ausflugsboot eingecheckt, mit unserem
deutschsprachigen Reiseleiter. Ein sehr sympathischer Thai, namens Ali. „Wie Muhammed Ali – ich bin euer Bodyguard! Hihiiiii“
Mir hat vor allem das grosse Plakat mit der ISO Zertifizierungsnummer gefallen, dass am Boot draufgehängt war. Sowas mögen wir Sicherheitsreisende sehr gern. Und dann gleich die Security Einschulung vom Ali.
„Bitte jetzt alle Schwimmwesten anziehen.“
Ich habe meine sofort an allen drei Verschlussstellen eng zugemacht. Sicher ist sicher.
Inzwischen war Ali bei der Klo Einschulung angekommen.
„Meine Dame und Herre, gucke sie die Klo ist da draussen!“.
Ali zeigt hinaus ins weite Meer.
Dann lacht er wieder laut auf.
„Hihihi, Muhammed Ali hat gemacht eine Scherze!!!“

Nach 10 Minuten haben wir den Hafen auch schon verlassen und sitzen da in schöner oranger Schwimmwesteneinheit.

„So. Wir können die Schwimmwesten nun ausziehe“, sagt Ali. Und alle legen wieder ab. Offenbar war das nur ein symbolischer Akt für die Hafenbehörde. Ich will nicht der einzige Schwimmwesti sein und lege halt auch ab. Wird schon passen. Sind ja ISO zertifiziert. Und he, wir fahren zu den James Bond Inseln. Ich mein James Bond hat sicher keine Schwimmwesten getragen, oder?

Dann folgt kurz noch eine Runde Sachunterricht vom Ali. Ebbe und Flut und dass wir nur zu einer bestimmten Phase in die Höhlen paddeln können.
Wie ich dann wenig später flach in einem Kajak liege und die Atmung einstelle, weiß ich warum. 2cm ober meiner Nase ist Kalkstein. Sehr beeindruckend. Ab und zu leuchtet die Stirnlampe von unserem Guide kurz drauf. Ansonsten sind die Höhlen stockfinster. Und ich spüre deutlich, das Maximum an Abenteuer im Urlaub ist hiermit für mich erreicht.
Noch dazu haben die Guides das immer falsch betont. Die haben immer gesagt, wir sind gleich tief drin in der Hölle!!!

Ich öffne die Augen erst wieder, als wir in einer atemberaubend schönen Lagune angekommen sind… ein See umrahmt von unendlich hohen Felsen. Wäre ich dann nicht so besorgt gewesen, dass die Ebbe genau heute vielleicht außergewöhnlich und überraschend früh einsetzt, dann hätte ich mich fix wie James Bond gefühlt…

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