Die Wahrheit über den Weltfrauentag

In den internationalen Frauentag hab ich gestern standesgemäß hineingefeiert, im besten Etablissement der Stadt: der Bonbonniere Bar.

Allein der Name ist schon ein Traum, genauso wie die Inneneinrichtung und der Klavierspieler. Allen voran aber die Chefin! Die schon seit vielen Jahren das Lokal resolut und mit typischem Wiener Charme betreibt.
Hier sucht die Chefin noch die Gäste für die Bar aus, nicht umgekehrt.
Der Gatte hat sie gestern Sympathie mässig geknackt. Mit einem Ohr hab ich nur mitgehört, wie er von seinen zahlreichen (?!) Knie OPs erzählt und großzügig Tipps für etwaige Kur Aufenthalte verteilt hat. Ich hab nur mehr drauf gewartet, bis die beiden in neuer Freundschaft gemeinsam zum Festnetzapparat in der Bar greifen, um den Kurantrag abzugeben….

Heute wollte er dann sein, laut gestriger Schilderung, schwer verwundetes Knie wieder in Schwung bringen.
„Schnell gehen“ hat er das genannt. Natürlich war es nix anderes wie Nordic Walking.
Aber ein echter Grossfeldsiedler geht nicht mit Skistöcken spazieren. Der geht auch nicht Nordic Walking. Der geht einfach schnell.
Na gut. Also er voran, schnellen Schrittes, ich keuchend hinterher.

Zum Glück haben wir nach 200 Metern unseren Nachbarn und Jungpapa mit Kinderwagen getroffen. Das hat mir eine willkommene Verschnaufpause eingebracht.
In der Grossfeldsiedlung geht man offenbar nicht nur schnell, man dürfte hier auf der Flucht sein!

Auf jeden Fall erzählt uns der Jungpapa, dass er gestern beim Hofer von einem Mann gefragt wurde, warum er denn mit dem Kinderwagen fahren würde.
Er hat wahrheitsgemäß geantwortet, dass er zum Einkaufen hier sei.
Woraufhin der Herr wiederum gefragt hat, ob es denn keine zugehörige Frau zum Kinderwagen schieben gäbe….

In diesem Sinne, wünsche ich euch allen einen Happy Weltfrauentag!

PS: In der Bonbonniere kriegt jede Frau immer eine Bonbonniere-Rose beim Heimgehen. Ich sag’s euch, dort ist jeden Tag Weltfrauentag! 🌹